Geräuschbelastung am Arbeitsplatz auch durch Kopfhörer

iStock_000009910696MediumMeetings, Telefonkonferenzen und Kollegengespräche – der Job-Alltag fast aller Berufe ist geprägt von einem hohen Maß an Kommunikation und hoher Lautstärke. Besonders betroffen von einem hohen Geräuschpegel sind Menschen, die beruflich bedingt Kopfhörer tragen müssen. Dazu zählen zum Beispiel Callcenter-Mitarbeiter, Piloten oder Tontechniker. Eine Studie aus Großbritannien hat nun ergeben, dass jeder vierte Arbeitnehmer durch die Verwendung von Headsets am Arbeitsplatz gefährdet ist, eine lärmbedingte Schwerhörigkeit zu erleiden. Je lauter die eingestellte Lautstärke des Kopfhörers, desto eher kann das Gehör geschädigt werden.

In der Untersuchung wurden 2.000 Arbeitnehmer nach ihrer Arbeitsplatzumgebung befragt. Das Ergebnis zeigt: Durchschnittlich 110 Minuten Lärm am Arbeitsplatz und 92 Minuten Lärm in der Freizeit sind die Befragten ausgesetzt. Ebenfalls interessant sind die Ergebnisse hinsichtlich der Kenntnisse der Befragten zum Lärmschutz: So wussten 79 Prozent der Teilnehmer nicht, dass ihr Arbeitgeber gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Arbeitnehmer vor Lärm am Arbeitsplatz zu schützen. Trotzdem setzt sich jeder zweite Befragte gedanklich mit dem Thema Schwerhörigkeit auseinander.

Laut Ralph Holme, Leiter der biomedizinischen Forschung bei Action on Hearing Loss, Großbritannien, ist es von größter Bedeutung, dass die Arbeitgeber die Verantwortung für die Lärmbelastung am Arbeitsplatz übernehmen und praktische Schritte einleiten, um das Gehör der Mitarbeiter zu schützen.

Insbesondere Arbeitnehmer sollten ihr Gehör optimieren, um im Beruf die volle Leistung bringen zu können. Hörgeräteakustiker helfen mit Hörtests und qualifizierter Beratung.

Weiterführende Inhalte und Informationen finden Sie bei der Organisation Hear-it.