Keine Angst vor Zuzahlungen

Die Hälfte der Bevölkerung kann sich vorstellen, für individuelle Hörsysteme Eigenbeitrag zu leisten

Frankfurt, 13. Mai 2014 – Zuzahlungen für leistungsfähige und individuelle Hörsysteme werden von der deutschen Bevölkerung akzeptiert. Über die Hälfte der Befragten einer repräsentativen Befragung von TNS Deutschland in Kooperation mit dem Bundesverband der Hörgeräte-Industrie hat Verständnis dafür, dass für Hörsysteme, die über besondere Komfortmerkmale verfügen, eine private Zuzahlung geleistet wird. Zudem kann sich jeder Zweite vorstellen, im Falle einer Hörbeeinträchtigung für ein individuelleres Hörsystem tatsächlich selbst Zuzahlungen zu leisten. Die tolerierbare Eigenbeteiligung liegt laut Befragung bei mehreren hundert Euro.

Festbetrag liegt im Dunkeln

Wo die Zuzahlungsbereitschaft für moderne Hörsysteme durchaus vorhanden ist, liegt die Ausgestaltung und die Höhe des Festbetrags weitestgehend im Dunkeln. Über die seit November 2013 bestehende Regelung weiß gerade einmal jeder zehnte Befragte Bescheid. Ein Drittel denkt zudem, dass die Festbeträge abgesenkt wurden. Tatsächlich wurden sie fast verdoppelt. So beträgt der neue Festbetrag derzeit 785,00 Euro – ein Wert der von etwa 50 Prozent der Teilnehmer der Befragung mit 51,00 bis 300,00 Euro viel tiefer eingeschätzt wird. Lediglich drei Prozent der Teilnehmer konnten diese Obergrenze für die Leistung der Krankenkassen korrekt im Korridor zwischen 700,00 und 1.000,00 Euro benennen.

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„Die Bedingungen für die Anpassung von Hörsystemen haben sich enorm verbessert“, sagt Hans-Peter Bursig, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Hörgeräte-Industrie. „Nie war die Versorgung mit Hörsystemen auf dem Stand der Technik einfacher. Gutes Hören kann sich jeder leisten! Trotzdem sehen wir ein großes Informationsdefizit, dem wir anlässlich des ‚Tag des Hörens’ begegnen werden. Am 14. Mai werden über 1.300 Hörgeräteakustiker deutschlandweit kostenlose Hörtests anbieten und damit ihre fachliche Kompetenz verdeutlichen. Bei der Auswahl der richtigen Hörsysteme und die Anpassung an die individuellen Bedürfnisse des Trägers ist die Dienstleistung des Hörgeräteakustikers enorm wichtig. Zu Recht sind sie die relevanteste Informationsquelle für Fragen zu Hörsystemen.“

Informationsbedarf decken

Infografik VersorgungLaut Befragung sind die wichtigsten Informationen bei der Anpassung von Hörsystemen die Funktionen und Leistungsparameter sowie die Kosten (Anschaffungs- und Folgekosten). Informationen zu beiden Themen erhalten Interessierte bei jedem Hörgeräteakustiker und unter www.ear-fidelity.de/tdh2014. Hier sind neben Hintergrundberichten zum Versorgungsprozess und zur Festbetragsregelung auch weiterführende Informationen zu Technologie und Beratung erhältlich. Hörgeräteakustiker, die am „Tag des Hörens“ teilnehmen, sind unter http://www.ear-fidelity.de/tdh2014/umkreissuche/ per Postleitzahlensuche auffindbar.

Hinweis für Redaktionen

 

Über den Bundesverband der Hörgeräte-Industrie

Der Bundesverband der Hörgeräte-Industrie ist die Vertretung der 13 auf dem deutschen Markt tätigen Hörgerätehersteller. Der Verband artikuliert die Interessen seiner Mitglieder und ist das Kommunikationsorgan für alle Themen rund um Hörtechnologie, Hörminderung und Innovation auf dem Gebiet der Audiologie. In diesem Kontext setzt sich der Verband dafür ein, die Nutzung von Hörgeräten durch Menschen mit einer Hörminderung zu erhöhen, über die Leistungsfähigkeit moderner Hörsysteme aufzuklären und Hemmschwellen bei der Nutzung abzubauen. Darüber hinaus engagiert sich der Verband für eine effektive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit mit allen Gruppen, die an der Versorgung mit Hörsystemen beteiligt sind. Dazu gehören Hörgeräteakustiker, HNO-Ärzte, Krankenkassen, andere Verbände und Interessengruppen sowie die Politik. Der Umsatz der Hörgerätebranche mit Hörsystemen und der Anpassung der Geräte hat im Jahr 2013 etwa 1,5 Milliarden Euro betragen.

Kontakt Bundesverband der Hörgeräte-Industrie:

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Referentin
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